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Installation & Betrieb

Die Middleware verbindet Kartendrucker, Labeldrucker und Ausweislesegeräte mit unixpass — als lokaler Windows-Dienst mit netzwerkfähiger Schnittstelle.

Dokumentversion 1.12 · Stand: Juli 2026 · Zielgruppe: Administratoren & Integrationspartner

Überblick

Die UXP Bridge ist eine Middleware-Anwendung, die als lokaler Windows-Dienst betrieben wird. Sie verbindet angeschlossene Peripheriegeräte – etwa Kartendrucker, Labeldrucker und Ausweislesegeräte – mit übergeordneten Systemen und stellt deren Funktionen über eine netzwerkfähige Schnittstelle bereit.

Über diese Schnittstelle können andere Systeme im lokalen Netz – beispielsweise ein IP-Terminal – Aufträge an die Bridge übergeben. So lässt sich aus einer zentralen Anwendung heraus ein Druckauftrag auslösen oder ein Ausweis einlesen, ohne dass das aufrufende System direkten Zugriff auf die Hardware benötigt.

Zusätzlich stellt die UXP Bridge Konnektoren zu externen Fremdsystemen bereit, um Daten und Ereignisse mit Leitstellen- und Zutrittssystemen auszutauschen.

Systemvoraussetzungen

Betriebssystem

Die UXP Bridge setzt eines der folgenden Betriebssysteme voraus:

  • Windows 10 (64-Bit), aktueller Patch-Stand
  • Windows 11 (64-Bit), aktueller Patch-Stand

Hardware-Mindestanforderungen

Der Host-Rechner sollte mindestens die folgende Ausstattung erfüllen. Für den Dauerbetrieb mit mehreren angeschlossenen Geräten werden die empfohlenen Werte nahegelegt.

KomponenteMinimumEmpfohlen
Prozessor (CPU)Dual-Core, 2,0 GHzQuad-Core, 2,5 GHz oder höher
Arbeitsspeicher (RAM)4 GB8 GB
Festplatte20 GB frei, SSD50 GB frei, SSD
Netzwerk1 × Ethernet 100 Mbit/s1 × Ethernet 1 Gbit/s
USB-Anschlüsseje nach Anzahl GeräteUSB 2.0 / 3.0, ausreichend Ports bzw. aktiver Hub
Die angegebenen Hardwarewerte sind Richtwerte und vor dem Rollout projektspezifisch zu bestätigen.

Benutzerkonto

Für Installation und Betrieb wird ein lokales Administratorkonto auf dem Host-Rechner benötigt. Über dieses Konto werden der Windows-Dienst registriert, Gerätetreiber installiert und die erforderlichen Netzwerk- bzw. Firewall-Einstellungen vorgenommen.

Anschluss der Peripheriegeräte

Die Peripheriegeräte werden lokal per USB an den Host-Rechner angeschlossen. Die zugehörigen Gerätetreiber müssen installiert und die Geräte vom Betriebssystem korrekt erkannt sein, bevor die UXP Bridge sie ansteuert.

Unterstützte Hardware

Derzeit wird die folgende Hardware unterstützt:

GerätetypModellAnschluss
KartendruckerZebra ZC300USB
KartendruckerZebra ZC350USB
LabeldruckerCUSTOM KPM180HUSB
LabeldruckerBrother QL-820NWBUSB
AusweislesegerätDESKO Penta ScannerUSB
AusweislesegerätREGULA 7028USB
LED-ControllerSEDUBASE LED ControllerUSB

Konnektoren zu externen Systemen

Über Konnektoren tauscht die UXP Bridge Daten und Ereignisse mit externen Fremdsystemen aus. Aktuell stehen folgende Konnektoren zur Verfügung:

ZielsystemKategorie
GESAB DatawallLeitstellensystem
KENTIX OneMonitoring / Gebäudesicherheit
Modivision Face ControlGesichtserkennung / Zutritt
Weitere Konnektoren können projektspezifisch ergänzt werden.

Betrieb als Windows-Dienst

Die UXP Bridge wird als Windows-Dienst gestartet und läuft dadurch im Hintergrund – unabhängig von einer angemeldeten Benutzersitzung. Der Dienst startet automatisch mit dem System und stellt die Schnittstelle nach dem Hochfahren des Rechners bereit.

Für Installation, Registrierung und Start des Dienstes sind die Rechte des lokalen Administratorkontos (siehe Benutzerkonto) erforderlich.

Netzwerkkonfiguration

Feste IP-Adresse

Der Host-Rechner benötigt eine feste IP-Adresse oder eine feste IP-Reservierung im DHCP. Nur so ist gewährleistet, dass die Bridge dauerhaft unter derselben Adresse erreichbar ist und die aufrufenden Systeme (z. B. IP-Terminals) korrekt konfiguriert werden können.

Ports

Die folgenden Ports müssen im lokalen Netz erreichbar sein und dürfen nicht durch Firewall-Regeln blockiert werden:

PortVerwendung
5000Kommunikation im lokalen Netz (z. B. HTTP-Betrieb)
5001Kommunikation im lokalen Netz (z. B. HTTPS-Betrieb)

Anwendungsbeispiel

Über die freigegebenen Ports kann beispielsweise von einem IP-Terminal aus ein Druckauftrag an einen angeschlossenen Drucker übergeben oder das Einlesen eines Ausweises ausgelöst werden. Das Terminal richtet seine Anfrage an die feste IP-Adresse des Host-Rechners und den entsprechenden Port; die UXP Bridge verarbeitet die Anfrage und steuert das jeweilige Gerät an.

Betriebsmodus HTTP / HTTPS

Der Betrieb der UXP Bridge kann wahlweise über HTTP oder HTTPS erfolgen.

HTTP

Im HTTP-Betrieb erfolgt die Kommunikation unverschlüsselt. Dieser Modus eignet sich für abgesicherte, isolierte Netzsegmente.

HTTPS

Im HTTPS-Betrieb erfolgt die Kommunikation verschlüsselt. Hierfür kommen insgesamt drei Dateien zum Einsatz, die vom UXP Admin verwaltet und bereitgestellt werden. Entscheidend ist, wo die jeweilige Datei abgelegt werden darf:

DateiBeschreibungAblage
Root-Zertifikat (Root CA)Globales Stammzertifikat des UXP Admin zur VertrauensstellungAuf allen zugreifenden Geräten (Tablet, PCs mit Zugriff auf die Admin-UI des UXP-Servers)
Periphery Certificate (CRT)Serverzertifikat für die verschlüsselte VerbindungAusschließlich auf dem UXP-Server
Periphery Key (KEY)Zugehöriger privater SchlüsselAusschließlich auf dem UXP-Server

Verteilung und Schutz der Dateien

Root-Zertifikat (Root CA): Das Stammzertifikat ist global für den UXP Admin und muss auf allen Geräten installiert werden, die auf den UXP-Server zugreifen – also auf dem Tablet sowie auf allen weiteren PCs, die etwa die Admin-UI des UXP-Servers nutzen. Erst durch das installierte Root-Zertifikat wird die vom UXP-Server aufgebaute Verbindung als vertrauenswürdig eingestuft.

⚠️ Periphery Certificate (CRT) und Periphery Key (KEY) werden ausschließlich dem UXP-Server zur Verfügung gestellt und vom UXP Admin verwaltet. Sie dürfen den UXP-Server nicht verlassen und insbesondere nicht auf Tablets oder Client-PCs kopiert werden. Der private Schlüssel (KEY) ist besonders schützenswert — eine Weitergabe außerhalb des UXP-Servers kompromittiert die Sicherheit der gesamten Verbindung.

Checkliste Inbetriebnahme

  • Windows 10 oder 11 (64-Bit) installiert und auf aktuellem Patch-Stand
  • Hardware-Mindestanforderungen erfüllt
  • Lokales Administratorkonto vorhanden
  • Peripheriegeräte per USB angeschlossen, Treiber installiert und erkannt
  • Feste IP-Adresse bzw. IP-Reservierung eingerichtet
  • Ports 5000 und 5001 im lokalen Netz freigegeben
  • Betriebsmodus (HTTP oder HTTPS) festgelegt
  • Bei HTTPS: Root-Zertifikat (Root CA) auf allen zugreifenden Geräten (Tablet, Client-PCs) installiert
  • Bei HTTPS: Periphery Certificate (CRT) und Periphery Key (KEY) ausschließlich auf dem UXP-Server abgelegt (verlassen den Server nicht)
  • UXP Bridge als Windows-Dienst registriert und gestartet